Je nach Verwendungszweck kann Altöl durch Separierung, das heißt Abtrennung von Wasser und Verunreinigungen, durch Behandlung mit Schwefelsäure und Bleicherde oder durch Raffination zu einem wiederverwendbaren Grundstoff aufgearbeitet werden.
Heutzutage hat neben der Herstellung von sogenannten Zweitraffinaten auch die dezentrale Aufbereitung von Altöl, die gezielte in Einzelbetrieben gesammelt wird, an Bedeutung gewonnen. Die Gründe für das innerbetriebliche Recycling liegen weniger im Umweltschutz und Kreislaufwirtschaftsgesetz, sondern in den so zu senkenden Kosten.
Je nach Gegebenheit unterscheiden sich die Verfahrensweisen von Betrieb zu Betrieb. Heute ist selbst die Wiederverwendung von Altölen, die an Ölabscheidern (Separatoren, Skimmern etc.) aus betrieblichen Waschanlagen anfallen, kein Tabu mehr. Durch geeignete Aufbreitungsschritte wird ein wasser- und feststofffreies, qualitativ hochwertiges ?Grundöl? gewonnen, das durch Nachlegierung wieder für Umformarbeiten eingesetzt werden kann.
Die Alternative: Spezialfirmen
Die Vielzahl von Einzelmaßnahmen zeigt, dass die betriebliche Wiederaufbereitung von Schmierstoffen hohe Anforderungen an die Beteiligten stellt. Vielfach greifen Betriebe deshalb auf das Know-how von Spezialfirmen
zurück, die Erfahrung im Recycling besitzen. Die Nutzung der Erkenntnis von
Spezialisten ist besonders dann zu empfehlen, wenn nicht nur der Umweltschutz gefördert, sondern auch deutlich Kosten eingespart werden sollen.
Ein ebenso wichtiger Einfluss geht von der Mitwirkung der Schmierstoffhersteller aus, der durch seine Kenntnis der Schmierstoffe und durch die Entwicklung optimierter Additivkonzentrate zum positiven Ergebnis des Recyclings beitragen
kann.
* aktualisierte Werte v. 2006
Quelle: Fuchs Forum 1/99, Dr. Wolfgang Buß
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